Allgemeine Montagebedingungen

Bauseitige Voraussetzungen für einen reibungslosen Arbeitsablauf

1. Baugenehmigung

Der Bauherr ist dafür verantwortlich, dass die Ware am richtigen Ort montiert wird und verpflichtet sich alle notwendigen Genehmigungen und etwaige erforderlichen Nachweise der Statik rechtzeitig vor Abruf der Arbeitsleistungen einzuholen, dies gilt insbesondere bei Zaun- und Toranlagen die öffentlich-rechtlich genehmigungspflichtig sind.

2. Zaunverlauf

Der Auftraggeber sorgt dafür, dass Höhen-, Eck- und Knickpunkte mittels Pflöcke oder anderen Kennzeichnungsmitteln verbindlich angegeben werden, ggf. ist vor Zaunaufbau die Grenzfestlegung durch einen vereidigten Vermessungssachverständigen im Auftrag des Grundstückseigentümers und auf dessen Kosten herzustellen.

Sofern nicht anders angegeben, werden die Zaunpfosten so gesetzt, dass die Außenseite der Pfosten zur Nachbarseite und die Innenseite zur Grundstücksseite des Bauherrn zeigt.

3. Bausparten

Der Auftraggeber bzw. Grundstückseigentümer hat vor Baubeginn bei allen öffentlichen Versorgungsträgern zu klären, ob Sparten (Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation, Fernwärme etc.) im Grundstücksbereich liegen, auf dem die Zaun- und Toranlage errichtet werden soll. Die Montagefirma wird vom Auftraggeber von jeglichen Schadensersatzansprüchen Dritter aus der Beschädigung von nicht mitgeteilten Sparten freigestellt. Kommt es auf Grund von Sparten zu einer Änderung des ursprünglich geplanten Zaunverlaufs, so entscheidet der Auftraggeber unmittelbar über den neuen Verlauf und die Möglichen Mehrkosten der Anlage.

4. Baugelände

Das Baugrundstück ist so bereitzustellen, dass die Zaun- oder Toranlage in einem fortlaufenden Arbeitsgang ohne Unterbrechung errichtet werden kann. Das bedeutet, es wird ein Arbeitsraum von 200 cm Breite in der Gesamtlänge der Zaun- oder Toranlagen benötigt. Des Weiteren muss der Arbeitsraum so präpariert sein, dass er mit einem beweglichen Arbeitsgerät befahren werden kann.

5. Baugrund

Die erforderlichen Fundamente müssen sicher gesetzt werden. Deshalb muss der Untergrund unter der Oberschicht der Bodenklasse 3 oder 4 gem. DIN 18300 VOB/C entsprechen. Sind Oberflächenschichten der Bodenklasse 1 von mehr als 10 cm Stärke vorhanden, so muss der Bauherr dafür Sorge tragen, dass die Schichten abgetragen und entsorgt werden. Dies gilt auch für Bauschutt oder Erde sowie für Findlinge, Mauerreste, Pflanzen, Wurzeln und anderen Hindernissen gleich welcher Art, die nicht den Bodenklassen 3 und 4 entsprechen. Ebenfalls ist vom Auftraggeber das Auftreten von Wasser beim Ausheben des Bodens zu beseitigen. Für den Einbau von Zaun- und Toranlagen an vorhandenen Bauwerken oder Strukturen kann keine Gewährleistung übernommen werden. Die Beurteilung, ob das für die Zaun- und Torbauteile vorgesehene Bauwerk geeignet ist, obliegt gänzlich dem Auftraggeber.

6. Baustellenstillstand

Ist es dem Auftraggeber nicht möglich die vorstehenden technischen Vorgaben für die Errichtung der Zaun- und Toranlage zu gewährleisten und es kommt hierdurch zu Behinderungen, so ist die Montagefirma berechtigt, die hieraus entstandenen Kosten für den Baustopp sowie erneute An- und Abfahrten auf Regie gemäß einem reduzierten Stundensatz von EUR 35,00 zzgl. MwSt. je Mitarbeiter abzurechnen. Voraussetzungen für die Durchführung der Arbeiten ist frostfreier Boden. Für Baustellenstillstände die die Montagefirma nicht unmittelbar zu verantworten hat, kann der Auftraggeber keinen Schadensersatz geltend machen.

Der Bodenaushub für die Fundamentarbeiten wird von der Montagefirma im Bereich der Zaunflucht verteilt.
Die Lagerung und/oder Entsorgung des Aushubs ist nicht Bestandteil, wenn nicht anders schriftlich vereinbart, des Auftrages.

Sind Endbohrarbeiten mit einem üblichen Bohrgerät nicht zu bewältigen, so wird dies mit Hand oder Stemmhammer durchgeführt. Diese Arbeiten werden gesondert nach unserer Preisliste berechnet.

Es ist nicht auszuschließen, dass es durch Erdbohrarbeiten und durch die Errichtung der Zaun- und Toranlage zu Beschädigungen von Asphaltierung, Pflasterung sowie Lockerung des Bodens kommt. Nacharbeiten für die genannten Sachen sind nicht im Preis und Lieferumfang enthalten. Zaunanlagen auf Betonmauern verstehen sich in bauseits erstellte Aussparungen. Spitz- oder Diamantbohrarbeiten, die durch unsere Monteure gefertigt werden, erfolgen nach Aufwand.

7. Annahmepflicht

Der Auftraggeber hat die gelieferte Ware bzw. die Gewerke unverzüglich nach Montage zu überprüfen und anzunehmen. Mängel sind uns spätestens innerhalb von drei Tagen schriftlich anzuzeigen, wobei die Anzeige innerhalb dieser Frist bei uns eingegangen sein muss. Kann die Anlage durch einen nicht von uns zu vertretenden Umstand nicht oder nicht vollständig eingebaut werden, so ist die Zahlung für die Anlage und die Montage zu leisten.

8. Sonstiges

Im Weiteren gelten unsere AGB.

 

Rheinstetten, den 01.01.2015